EMD | Form und Zeit _Erfolgreicher Promotionsabschluss von Carolin Höfler

Eine erfreuliche Mitteilung in eigener Sache: Am 28. September 2009 schloss unsere wissenschaftliche Mitabeiterin, Frau Carolin Höfler, erfolgreich ihre Promotion an der Humboldt Universität zu Berlin mit der Höchstnote "summa cum laude" ab. Erstgutachter war Herr Prof. Dr. Horst Bredekamp von der Humboldt-Universität Berlin, Zweitgutachter Herr Prof. Jörg Friedrich von der TU Hannover. Die Dissertation trägt den Titel "Form und Zeit _Computerbasiertes Entwerfen in der Architektur".

Carolin Höfler wird ihre erfolgreiche Tätigkeit in Lehre und Forschung für das EMD als "Akademische Rätin" fortsetzen. Wir freuen uns, gratulieren ihr und sind gespannt auf die Veröffentlichung.

Egp | Frankfurt Haus Hoch | 5-Achs-CNC-Fräsen | Kooperationsprojekt mit der HAWK-Hildesheim

Im Kontext des Entwurfsprojekts FRANKFURT HAUS HOCH setzt das EMD die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der HAWK-Hildesheim fort. Gemeinsam mit Studierenden der TU-BS und der HAWK werden ausgewählte Turmobjekte im 5-Achs-CNC-Fräsverfahren materialisiert.

Christoph Peetz entwickelt einen Doppelturm aus zwei gegenläufigen Rotationsbewegungen (links im Bild). Diese Bewegungen beschreiben eine mögliche Erschließung des Grundstücks und visualisieren die zu erwartenden Hör- und Seherlebnisse. Die tragende Raumhülle besteht aus einem integralen Zellsystem, das sich den unterschiedlichen Kräften individuell anpasst. Die adaptive Struktur beruht auf einem sich selbst organisierenden Kammermodell, das auf den Mathematiker Georgi Voronoi zurückgeht.

Im Kontrast zu den in Clustern organisierten Hochhauscontainern Frankfurts entwirft Moritz Mombour eine plastische Turmskulptur als dominanten Solitärbau (Bildmitte). Mit Diagonal- und Orthogonallinien, die von der städtischen Umgebung abgeleitet und auf die plastische Form projiziert sind, wird die schwingende Raumhülle gegliedert und strukturiert. Auf diese Weise entsteht ein Flechtwerk aus breiten, ineinander verschlungenden und sich kreuzenden Bändern.

Die Form des Hochhauses (rechts im Bild) von Mathias Scheuren beruht auf einer Untersuchung der Wirkung des Gebäudes aus der Perspektive des Fußgängers. Die subjektive Wahrnehmung des Gebäudes von verschiedenen Standorten in der Umgebung wird zeichnerisch analysiert und zur Verformung des Baukörpers herangezogen. Der freistehende, schlanke Rundturm erhält eine tragende Modulfassade aus ineinander verschränkten Dreieckselementen, die sich den verschiedenen Wölbungen des Baukörpers flexibel anpassen.

Entwurfs-Projekt FRANKFURT HAUS HOCH | Leitung: Carolin Höfler mit Matthias Karch, Mitarbeiter EMD: Thilo Aschmutat _MAYA-Workshop, Matthias Richter _Programmierung. In Kooperation mit der HAWK-Hildesheim _5-Achs-CNC-Fräsen, Norbert Linda mit Renke Abels _Labor- und Projektleitung sowie mit Studierenden der HAWK-Hildesheim. ALPHACAM-Schorndorf _3D-Printing.



E | Freier Entwurf | Die Möglichkeit einer Insel | Entwurf für ein Welt:Ge:Zeiten:Zentrum

Kooperationsprojekt mit dem Institut für Stahlbau, TU Braunschweig und der HAWK Hildesheim (5-Achs-CNC-Fräsen)

Der in den Niederlanden gelegene Abschlussdeich (Afsluitdijk) ist ein Sperrdamm am Eingang der einstigen Zuiderzee zwischen Den Oever im Südwesten und Kornwerderzand im Nordosten. Der Deich trennt das Ijsselmeer vom Wattenmeer und ist eines der Hauptelemente der "Zuiderzeewerke". Dieses groß angelegte Infrastrukturprojekt soll dazu dienen, das Festland vor Sturmfluten zu schützen und im Landesinneren durch den Bau von so genannten Poldern weiteres Land zu gewinnen. Über den Afsluitdijk führt die niederländische Autobahn mit einer Halte-, Tank- und Wendemöglichkeit bei Breezanddijk. Seit wenigen Wochen trägt das Wattenmeer den begehrten Titel "UNESCO-Weltnaturerbe" und die niederländische Regierung nimmt die Auszeichnung zum Anlass, um mit dem Neubau eines Welt-Gezeitenzentrums auf die besonderen Qualitäten und Probleme dieser Region aufmerksam zu machen. Sie plant in der unmittelbaren Umgebung des Breezanddijks - also mitten auf dem Wasser - den Bau einer künstlichen Insel, die nur per Boot zu erreichen sein wird. Dieses Gebäude, das sich explizit mit dem Naturraum "Wattenmeer" auseinandersetzt, hat drei Funktionen zu erfüllen: 1. Es wird internationalen Wissenschaftlern Forschungs- und Wohnmöglichkeiten bieten, um die Fragen des Ökosystems Nordsee zu erkunden. 2. Es wird ein Anziehungspunkt werden für Besucher aus aller Welt, sich mit den drängenden Fragen des Klimawandels und des ökologischen Gleichgewichts auseinanderzusetzen. 3. Es wird Präsentationsmöglichkeiten bieten für wechselnde Ausstellungen rund um das Thema "Wattenmeer". Der Entwurf sollte die immensen Chancen, die dieser offene und den Kräften der Natur ausgesetzte Ort bietet, in eine signifikante Architektur übertragen, die sich explizit mit dem Thema der künstlichen Insel, den Einflüssen von Wind, Sonne und Wetter, von steigenden und fallenden Wasserständen, von raschen klimatischen Veränderungen sowie mit der Energiegewinnung durch Wind-, Solar- und Wasserkraft auseinandersetzt.

In experimenteller Weise werden Strategien einer Struktur- und Formbildung erprobt, die sich adaptiv auf wechselnde Umwelteinflüsse beziehen. Wünschenswert ist die Verbindung des Projektes mit dem Maya-Workshop "Performative and modular structures". In Kooperation mit der HAWK Hildesheim werden ausgewählte Großmodelle mit einer 5-Achs-CNC-Fräse gefertigt.

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Termin _mittwochs, 14.00 bis 18.00 Uhr | Einführung _Mi., 21.10.2009, 10.00 Uhr | Workshop MAYA _Mi., 21.10. bis Fr., 23.10.2009, und Mi., 28.10. bis Fr., 30.10.2009, jeweils 10.00 bis 16.00 Uhr sowie Mo., 09.11. bis Fr., 13.11.2009, 10.00 bis 18.00 Uhr, EMD, Medialab | Abschlusspräsentation _Mi., 27.01.2010, EMD

E | Freier Entwurf | Bachelor 5. Semester und Diplom | Hangar J 1000

Sechswöchiger Kompaktentwurf in der 2. Semesterhälfte!

Kooperationsprojekt mit dem Institut für Stahlbau der TU Braunschweig

Auf dem Gelände der ehemaligen Junkers-Flugzeugwerke in Dessau soll ein Ausstellungshangar mit einer Fläche von rund 2500 Quadratmetern errichtet werden. Das Hangargebäude versteht sich als Erweiterung des Technikmuseums Dessau und widmet sich den Flugzeug- und Architekturvisionen des deutschen Ingenieurs und Unternehmers Hugo Junkers (1859-1935). Zu den zentralen Exponaten gehören eine originale "Ju 52" und ein nachgebauter "Nurflügler J 1000", ein Flugzeug, bei dem Triebwerke, Treibstofftanks sowie Besatzung, Passagiere und Fracht in einem einzigen, durchlaufenden Flügel untergebracht werden sollten. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung bilden Junkers Planungen einer zukünftigen Metallarchitektur, die vor allem durch die Verbindungen zum nahegelegenen Bauhaus inspiriert wurden.

Aufgabe des Projektes ist der Entwurf einer dynamischen, modularisierten Flächenstruktur, welche die Raumhülle des Hangars bildet. Diese soll unter Zuhilfenahme der institutseigenen, CNC-gesteuerten Fertigungsmaschinen – 3D-Printer, 3D-Styro- und 2D-Lasercutting – entwickelt werden.

Der Kompakt-Ferienentwurf ist offen für Bachelor-Studierende (5. Semester) und Diplom-Studierende.
Der Entwurf beginnt mit einem zweiwöchigen Intensivworkshop, der in das Modelling-Programm Maya und in die entwurfliche Form- und Materialfindung einführt.

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Am Sa., den 06. Februar 2010 findet eine ganztägige Exkursion nach Dessau statt, bei der das Technikmuseum "Hugo Junkers" sowie das Bauhausgebäude und die Meisterhäuser von Walter Gropius besucht werden. Verbindliche Anmeldung bis zum 03.11.2009 am EMD, Kosten 15,- Euro pro Person.

Termin _Beginn _Mo., 25.01.2010, 10.00 Uhr, EMD | Workshop MAYA _Mo., 25.01.2010 bis Fr. 29.01.2010, 10.00 bis 16.00 Uhr, Workshop Formfindung _Mo., 01.02. bis Fr., 05.02.2010, 10.00 bis 18.00 Uhr | Exkursion nach Dessau _Sa., 06.02.2010 | anschließende Korrekturtermine nach Ansage | Abschlusspräsentation _Mo., 08.03.2010, EMD

Anerkennung: 6 Leistungspunkte im Modul E - Freier Entwurf

G/V in B | Raumbilder und Bildräume | 1:1 Videoreprojektionen | Realisierungsprojekt

Auch belegbar als Bachelorwahlmodul B4 | Darstellen und Gestalten 2. Projektabschluss 2. Semesterhälfte!

In fast allen Bereichen unseres urbanen Umfeldes ist eine steigende Relevanz medial vermittelter Raumbilder zu beobachten: Alles wird mit Kameras festgehalten und einiges – so scheint es – erhält seine eigentliche Relevanz gar erst aufgrund seiner bildlich-medialen Wiedergabe.

An öffentlichen Orten des urbanen Stadtraums realisiert der international tätige Videokünstler Philipp Geist großformatige Video-Projektionen. Seine Licht-Bild-Interventionen sind äußerst komplexe, performative Transformationen bzw. Rekonstruktionen des gewohnten raumzeitlichen, architektonischen Kontextes.

Im Seminar "Raumbilder und Bildräume" soll die Interdependenz von Ort und Bild ins Zentrum des Interesses gerückt werden: Mit dem Medium Video aufgezeichnete Ausschnitte eines Realortes verbleiben nicht im zweidimensionalen "Fenster" des klassischen Wiedergabemediums Monitor, sondern werden – als Projektionen im Maßstab 1:1 – in den tiefengestaffelten Raum der Stadt "zurückreferenziert". Dabei werden grundlegende Kenntnisse zur Videoaufnahmetechnik, dem digitalen Videoschnitt und der digitalen Videonachbearbeitung vermittelt. Die normalerweise linear verlaufende Abfolge von Aufnahme, Schnitt, Postproduktion und Präsentation wird als offener, nonlinearer Prozess verstanden, dessen Anfangs- und Endpunkte nicht klar definierbar sind.

Zur Umsetzung des Projekts stehen den TeilnehmerInnen des Seminars die spektakulären, derzeit leerstehenden Räumlichkeiten des ehemaligen Braunschweiger Fernmeldeamtes exklusiv zur Verfügung (siehe Abbildung).

Einführungsvortrag Philipp Geist _Do., 12.11.2009, 17.00 Uhr, ehemaliges Fernmeldeamt | Semestertermine (jeweils Fr. 11.00 Uhr, EMD oder ehemaliges Fernmeldeamt) 19.11.2009, 11.12.2009, 08.01.2010, 12.03.2010 | Produktionskompaktphase mit Philipp Geist _Mo., 22.03.2010 bis Fr., 26.03.2010 | abendliche Abschlusspräsentation _Mo., 29.03.2010, ehemaliges Fernmeldeamt

Download PDF mit weiteren Projektinformationen

G/V in B | responsive_wall | produktionsnahe Entwurfsstrategien mit Rhino

Auch belegbar als Bachelorwahlmodul B4 | Darstellen und Gestalten 2!

Kooperationsprojekt mit dem Institut für Baukonstruktion, TU Braunschweig und dem Institut für Mechatronik, FH Wolfenbüttel

Das 3D-Programm Rhino bildet die Schnittstelle von Architekturentwurf, Planungsaufgaben und Produktionsprozessen. Das in allen Maßstäben einsetzbare Programm bietet neben intuitiven Methoden der Nurbsmodellierung und sehr präzisen 2D-Zeichentechniken auch die Möglichkeit, ohne große Programmierkenntnisse, parametrische Architektursysteme zu entwickeln und zu simulieren. Der interdisziplinäre Wiener Architekt und Informatiker Manfred Herrmann wird in einem einwöchigen Intensivworkshop Grundlagen in der Modellierung mit Rhino und vertiefende Kenntnisse mit dem Parametrisierungstool Grasshopper vermitteln.

Das Element Wand ist in einem Zustand der Transformation begriffen. Neue Produktionstechniken und intelligente Materialsysteme eröffnen ungeahnte Möglichkeiten der Anpassung an die Umwelt und an den Menschen. Monolithische Bauelemente werden zu immer integrativeren Struktursystemen, welche die Grenzen zwischen Innen- und Außenraum verwischen. Sie fungieren als modulierbare Filter von Umwelteinflüssen. Dieser Entwicklung liegen radikal geänderte Entwurfsmethodiken zugrunde. Aus der Entwicklung des einzelnen komplexen Moduls entsteht die Gesamtform als abhängiges System vieler Module. Die Anpassung an den realen Ort wird autoadaptiv. Es wird nicht eine fest definierte Form entworfen, sondern ein System für eine eigenständige Formentwicklung. Der Entwurf wird zu einem interdisziplinären Prozess, in dem materialspezifischen Eigenschaften, Gestaltungsprinzipien, Fügungs- und Produktionsprozesse gleichwertig behandelt werden müssen.

In der direkten Auseinandersetzung mit Beispielen aus der Gegenwartsarchitektur wird in dem Seminar eine theoretische Grundlage für die Anwendung neuer Entwufsstrategien erarbeitet. Mit Hilfe des 3D-Programms Rhino und großformatigen Prototyingverfahren (CNC Styroporschneidemaschine, Lasercutter …) werden die gewonnenen Erkenntnisse simuliert und an maßstäblichen (1:1) Modellen erprobt. Um einen ganzheitlichen Einblick in interdisziplinäre Entwurfsprozesse zu bekommen wird das Seminar durch Vorträge, Diskussionsrunden und Tagesexkursionen begleitet.

In der Vertiefung materialspezifischer Fertigungsprozesse kann responsive_wall auch als Seminar im Bereich C bearbeitet werden.


(bild: R-O-B parametric_wall by Gramazio & Kohler)
Termin _montags 14.00-18.00 Uhr | Einführung _Di., 20.10.2009 14.00 Uhr | Workshop RHINO _Mo., 16.11. bis Fr., 20.11.2009 | Abschlusspräsentation _Mo., 15.02.2010, 14.00 Uhr

G/V in B | Experimentelle Druckgrafik | Die Aufschneider

Auch belegbar als Bachelorwahlmodul B4 | Darstellen und Gestalten 2!

Bei der klassischen Schnittzeichnung eines Raumes handelt es sich um eine konstruktive Darstellungsform, die den Raum unverzerrt abbildet. Sie ermöglicht es Bezüge herzustellen, die sich in der Realität erst durch das Abschreiten des Ortes erschließen. Insofern lässt sich behaupten, dass der Schnitt eine zeitbasierte Darstellung ist. Trotz seiner Zweidimensionalität und Zeichenhaftigkeit kann der Schnitt die Komplexität des Raumes in einer Grafik wiedergeben. Er entspricht in seinen Maßen und Proportionen der Realität, spiegelt sie für uns aber nur bedingt wieder, da wir den Raum nur verzerrt wahrnehmen können.

In diesem Kurs wollen wir überprüfen, was passiert, wenn sich die Objektivität der Schnitte mit der Subjektivität der Perspektiven verschneidet. Wo muss geschnitten werden, damit das Spezifische des Ortes und des ihn Erkundenden eingefangen wird? Wie sieht ein Schnitt aus, den man aus Sicht des Betrachters entwickelt, der bestimmte Bereiche betont, andere ausspart, der als Grundlage nur das vom Betrachterstandpunkt aus Wahrnehmbare hat? Dabei spielen nicht nur die Schnittflächen eine Rolle, sondern auch die Bereiche rechts und links davon, sowie das Verhältnis von geschnittenem Raum zu geschnittenem Zwischenraum.

Bei den zu entwickelnden Arbeiten soll auf das Zusammenspiel von flächigen und perspektivischen Elementen, sowie das Nebeneinander der verschiedenen Dimensionen des architektonischen Innen- und des städtischen Außenraumes geachtet werden. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Beziehung von Zeichnung zu Zeichengrund gelegt.

Mit Hilfe der Siebdrucktechnik und des Lasercutters, die in ihrer Schablonenhaftigkeit ein Pendant zur Schnittfläche bilden, können sowohl grafische als auch plastische Arbeiten entwickelt werden.

Einführung _Fr., 23.10.2009, 09.45 bis 13.00 Uhr, Druckwerkstatt des EMD | Korrekturtermine _freitags, 09.45 bis 13.00 Uhr | Kompaktphase _09.11.2009 bis 13.11.2009 | Abschlusspräsentation _Do., 18.02.2010, 14.00 Uhr

Filmreihe | TI:ME:CO:DE

"Die Kamera nimmt mein Auge mit. Mitten ins Bild hinein" (Béla Balázs)

Film setzt sich in seiner Virtualität über die Kontinuität von Raum und Zeit hinweg. In Bewegungs- und Zeitbildern entstehen diskontinuierliche, entschleunigte, paradoxe, geraffte und fraktale Welten, die den Zuschauer tief eintauchen lassen und doch unerreichbar bleiben. Der Timecode (der Zeitstempel), der sich auf jedem einzelnen Frame Rohmaterial befindet ist hierbei der unabdingbare kleinste gemeinsame Nenner aller Cutter und Editoren für das Erschaffen dieser komplexen Raum- und Zeitstrukturen. Das EMD zeigt vier herausragende Beispiele für Schnitt und Montage. Das Rahmenprogramm bilden themenbezogene Vorfilme und programmatische Einführungen durch Marc Aurel Jensen, Mitarbeiter des Internationalen Filmfestes Braunschweig.

Mi., 04.11.2009, 19:30 Uhr, EMD
_Alfred Hitchcock | Rope

Mi., 18.11.2009, 19:30 Uhr,
_Jean-Luc Godard | À bout de souffle
EMD
Mi., 02.12.2009, 19:30 Uhr, EMD
_Norman Jewison | Thomas Crown Affair

Mi., 16.12.2009, 19:30 Uhr, EMD
_Steven Soderbergh | The Limey

Die Filme werden im Original mit deutschem Untertitel gezeigt.

LN in B | Proportion – Produktion von Realität

Das EMD freut sich, die international bekannte Künstlerin Jorinde Voigt für einen Zeichenworkshop gewonnen zu haben. Jorinde Voigt, geboren 1977, studierte von 1996 bis 1998 Philosophie und Soziologie in Göttingen und Berlin. Im Anschluss absolvierte sie ein Studium der Bildenden Kunst an der UdK Berlin und dem Royal College of Art in London. 2004 schloss sie ihr Studium an der UdK als Meisterschülerin der Fotografin Katharina Sieverding ab. Jorinde Voigt hat sich nach Abschluss ihres Studiums durch zahlreiche Ausstellungen als eine bemerkenswerte Zeichnerin der jüngeren Generation etabliert.

Der Workshop befasst sich mit der zeichnerischen Konstruktion zeitlich-rhythmischer oder zeitlich-periodischer Veränderungen in Form von repetitiven Strukturen und generativen Prozessen. Ziel des Workshops ist es, die Struktur eines ereignishaften Phänomens freizulegen und diese als dynamischen Prozess kommunizierbar zu machen.

Die Lehrveranstaltung kann auch als Sonderstegreif anerkannt werden.

Zur Information siehe: http://jorindevoigt.com

Beginn _Mo., 02.11.2009, 11.00 Uhr mit einem Vortrag von Jorinde Voigt | Workshop _Mo., 02.11.2009 bis Do., 05.11.2009 einschließlich, EMD | Abschlusspräsentation _Di., 10.11.2009, 14.00 Uhr, EMD

LN in B | Fotoworkshop | Die mediale Stadt

Bilder bestimmen heute den urbanen Raum in einem bisher unbekannten Ausmaß. Sie werden von verschiedenen Medien wie Film, Fernsehen, Internet auf Displays, Monitoren, Leinwänden, in Zeitschriften, Plakaten und Häuserfassaden verbreitet und sind von real-physischen Orten nicht mehr zu trennen sind. Für den Bewohner heutiger Städte ist es eine große Herausforderung, sich in diesen komplexen Bildsystemen zurechtzufinden, ohne seine individuellen Interessen aus dem Auge zu verlieren. Werkzeuge zur Orientierung bieten sich in unterschiedlicher Form an. Der digital vernetzte Mensch besucht kaum mehr eine fremde Stadt, ohne sie vorher bei Google Earth angeflogen zu sein, um einen Überblick auf das zu Erwartende zu erhalten.

In diesem Workshop wollen wir mit fotografischen Mitteln das Bild einer medialen Stadt entwerfen, das die Verflechtung der Images der Unterhaltungs- und Informationsgesellschaft mit den real-physischen Orten thematisiert. Gleichzeitig konstruieren wir mit dem bewussten Zusammenfügen der Fotografien eine neue Wirklichkeitsebene. Die Identität der medialen Stadt besteht gerade darin, dass sie keinen einheitlichen Raum, sondern zahlreiche Teilräume darstellt, die sich wie in einer Collage neu zusammenfügen lassen.

Die Lehrveranstaltung kann auch als Sonderstegreif anerkannt werden.

Zur Information siehe: http://www.wolfgangzurborn.de/

Beginn _Mo., 02.11.2009, 10.00 Uhr, EMD | Besprechungstermine _03.11., 04.11., 05.11.2009 | Abschlusspräsentation _Fr., 06.11.2009, 10.00 Uhr, EMD

Wolfgang Zurborn wird in der Zeit des Workshops einen Gastvortrag halten über sein Werk. Der Vortrag findet statt am Do., 05.11.2009, 18.30 Uhr | Ort _EMD

LN in B | Zeichenworkshop | Sehen-Testen | Körper - Raum - Zeichnung

Thematischer Schwerpunkt dieses Workshops ist die zeichnerische Untersuchung des räumlichen Sehens und die Bewusstwerdung bestimmter Sehkonventionen. Der Kurs geht der Frage nach, wie sich durch unterschiedliche Sehweisen und -techniken die Sicht auf das Darzustellende verändert, und welche Auswirkungen dies auf die Zeichnung hat. Zur Erkundung dieser Fragestellung kommen grafische und druckgrafische Verfahren zum Einsatz, wie etwa Siebdruck, Radierung und Hochdruck, die in der Druckwerkstatt des EMD erprobt werden können. Zur thematischen Vertiefung beschäftigen sich die Studierenden mit Arbeiten zeitgenössischer Künstler und Künstlerinnen.

Die Lehrveranstaltung kann auch als Sonderstegreif anerkannt werden.

Beginn _Mo., 01.03.2010, 10.00 Uhr, EMD | Workshop _Mo., 01.03.2010 bis Do., 11.03.2010 | Abschlusspräsentation _Do., 11.03.2010, 15.00 Uhr, EMD

LN in B | Maya-Workshop | Performative and modular structures

Der Workshop unter der Leitung von Thilo Aschmutat und Matthias Richter führt in leicht verständlicher Weise in das Programm MAYA ein und schließt damit ab, dass jede/r Teilnehmer/in zum Ende des Workshops ein digitales Strukturmodell entwirft. Das knotenbasierte Programm MAYA ist in besonderer Weise geeignet, digitale Environments zu erzeugen, die auf einer strukturellen Verbindung von Form und Information beruhen. Für die digitalen Systeme ist die wechselseitige Beziehung zwischen den Elementen und ihrer Umgebung wesentlich: Diese interagieren miteinander in einer flexiblen, topologischen Weise. Ergebnisse des Entwerfens mit MAYA sind weniger Objekte als vielmehr Prozesse und performative Sphären.

Wünschenswert ist die Verbindung mit dem EMD-Semesterentwurf "Die Möglichkeit einer Insel", da beide Lehrveranstaltungen zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt sind.

Die Lehrveranstaltung kann auch als Sonderstegreif anerkannt werden.

Beginn _Mi., 21.10.2009, 14.00 Uhr | Aschmutat-Workshop _Mi., 21.10. bis Fr., 23.10.2009, 10.00 bis 16.00 Uhr und Mi., 28.10. bis Fr., 30.10.2009, 10.00 bis 16.00 Uhr | Richter-Workshop _Mo,. 09.11. bis Fr., 13.11.09 _jeweils 10.00 bis 18.00 Uhr EMD, Medialab | Abgabe _Di., 17.11.2009, 10.00 Uhr, Sekretariat

SE | Impromptu Design | Bachelor und Diplom

Im Mittelpunkt des Stegreifs steht die Bearbeitung zeitbasierter Aspekte von Architektur wie Bewegung, Atmosphäre, Licht oder Akustik, die als räumliche Dimension erachtet werden und sich so als entwurfsrelevante Größen in das Arbeitsergebnis einschreiben. Als Ausgangspunkt des Kurzzeitentwurfs dienen Sujets und Darstellungsformen, die nicht primär aus dem Bereich der Architektur hervorgehen und Bedeutungen schaffen, die über eine funktionale Logik der Architektur hinausweisen.

Ausgabe _Fr., 15.01.2010, 10.00 bis 12.00 Uhr | Abgabe _Mo., 18.01.2010, bis 12.00 Uhr | Ort _EMD, EG

Anerkennung: 1 LP im Modul SE, Pflichtfach - 4 LP

B2 | Mediale Darstellungsprozesse 1

Im Mittelpunkt des Kurses steht die Erforschung der wechselseitigen Beziehung von Form, Material, Struktur und Umwelt. Die Analyse, Abstraktion und Visualisierung von performativen Phänomenen bilden den Anfang einer Abfolge von aufeinander aufbauenden Übungen, die in Zweiergruppen bearbeitet werden. Ziel des Kurses ist die Entwicklung von kontextbezogenen Raumsystemen, die in Modellen und Prototypen materialisiert werden.

Für die Teilnehmer des Kurses ist der Besuch der Vorlesung "Mediengeschichte der Architektur" verpflichtend. Zu den einzelnen Übungen finden jeweils themenbezogene Tutorials statt.

Termin _donnerstags, 09.45 bis 13.00 Uhr | Beginn _Do., 29.10.2009, 09.45 Uhr, Altgebäude, Hörsaal PK 4.7, erste Vorlesung | Zweitägige Abschlusspräsentation _Do., 11.02. und Fr., 12.02.2010, EMD

Pflichtfach in B
Anerkennung: 8 Leistungspunkte im Modul B2 - Mediale Darstellungsprozesse 1

Vorlesung | Mediengeschichte der Architektur 1

Die Digitalisierung hat die Architektur umfassend geprägt und verwandelt. Dabei äußert sich das Digitale nicht nur in der Beschleunigung der Entwurfsplanung oder in der Verbesserung der Bauorganisation, sondern vor allem in grundlegenden Veränderungen der entwurflichen Konzeption, der materiellen Produktion und kulturellen Rezeption von Architektur. Mit der Betrachtung der Architekturgeschichte als Medien- und Wahrnehmungsgeschichte wird deutlich, dass gegenwärtige Raumkonzepte und Gestaltungsweisen auf zahlreichen, oft widersprüchlichen Vorbildern aus dem 20. Jahrhundert aufbauen, die aktuell durch den Computer synthetisiert werden.

Diese Zusammenhänge, in denen sich die Digitalisierung der Architektur vollzieht, aufzudecken und zu hinterfragen, ist das Anliegen der einjährigen Vorlesungsreihe. Ihr inhaltlicher Schwerpunkt liegt in diesem Semester auf der Analyse der neuen technischen Medien im 20. Jahrhundert.

Die Vorlesungsreihe ist offen für alle Studierenden.

Termin, donnerstags, 09.45 Uhr

• 29.10.2009 _Einführung: Produktion Reproduktion
• 12.11.2009 _Notation als Aufzeichnung und Vorzeichnung
• 26.11.2009 _Fotografische Raumkonstruktionen
• 10.12.2009 _Der filmische Blick auf den Raum
• 07.01.2010 _Experimentelle Medienräume

Ort _TU-Altgebäude, Hörsaal PK 4.7

Tutorials | Mediale Darstellungsmethoden und -technologien

Das EMD setzt im Wintersemester 2009/10 die Reihe der Tutorials für alle Studierenden des Bachelor- und Diplomstudiengangs Architektur fort und bietet sie als allgemein zugängliche Abendveranstaltungen an. Behandelt werden Techniken, Methoden und Werkzeuge der analogen und digitalen Darstellung architektonischer Sachverhalte. Es wird eingeführt in die Themenbereiche analoges/digitales Zeichnen, Fotografie, Bildbearbeitung, Layout und Plangestaltung, Drucktechniken, CAAD/CAAM und analog/digitalen Modellbau (Lasercutting, 3D-Printing, CNC-milling). Die Grundlagen der jeweiligen Programme wie InDesign, Illustrator, Photoshop, Flash, Director, FinalCut, Sketch Up, Rhino, Maya werden in leicht verständlicher Weise vermittelt.

Termin, donnerstags, 18.30 Uhr

05.11.09: Welt:Bilden_Photoshop
19.11.09: Raum:Greifen_Faltung und Relief
03.12.09: Scharf:Zeichnen_Illustrator
17.12.09: Struktur:Formen_Fügung und System

Ort _EMD, Medialab

Die Tutorials sind offen für alle Studierenden.

Abbildung: EMD-Entwurf von Christoph Peetz

B3 | Darstellen und Gestalten 1

2. Semesterhälfte!

Im Rahmen des Kurses "Darstellen und Gestalten 1" veranstaltet das EMD vom 15. bis 19. März 2010 eine WerkWoche. In kreativer Workshop-Atmosphäre erproben die Studierenden bild- und raumgebende Techniken und entwickeln daraus differente Strategien der Wahrnehmung und Darstellung architektonischer Phänomene. Die Ergebnisse der WerkWoche werden am 19. März 2010 in einem Ausstellungsrundgang präsentiert.

WerkWoche _Mo., 15.03. bis Fr., 19.03.2010 | Ausstellungsrundgang _19.03.2010, 10.00 Uhr, EMD

Pflichtfach in B
Anerkennung: 1 Leistungspunkt von 4 LP im Modul B3 - Darstellen und Gestalten 1